Häufige Fragen zur
Bürgerkarte

Allgemeine Fragen

  • Entstehen für mich Kosten?
    Die Bürgerkarte am Handy und auf der e-card ist vollkommen kostenlos - sowohl die Aktivierung, als auch die Benutzung. Für die Nutzung der Karte ist ein Kartenlesegerät erforderlich.
  • Was ist zu tun, wenn meine Karte getauscht wurde?
    Für jede neue Karte muss die Bürgerkartenfunktion neu aktiviert werden. Für die e-card ist das auf der Aktivieren-Seite erklärt. Bei sonstigen A-Trust Karten (z.B. a.sign premium Karten) gibt die A-Trust Produktseite Informationen.
  • Was ist zu tun, wenn mein Zertifikat abgelaufen ist?
    In den typischen Fällen (z.B. e-card) ist die Ablaufdauer des Zertifikats mit dem geplanten Austausch der Karte synchronisiert, sodass die neue Karte neu als Bürgerkarte zu aktivieren ist. In Ausnahmefällen könnten abgelaufene Zertifikate auch auf einer bestehenden Karte (z.B. a sign premium) erneuert werden, sofern die Karte die technischen Anforderungen noch erfüllt und sich Personendaten des Zertifikats (z.B. Name) nicht geändert haben. Eine Verlängerung auf der e-card  ist allerdings nicht möglich.
  • Kann ich mit der Bürgerkarte auch E-Mails signieren/verschlüsseln?
    Ja – allerdings nur mit der e-card G3.
    Technischer Hintergrund: Die heute gängigen E-Mail-Programme (z.B. Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird) unterstützen die Verschlüsselung mit ECDSA nicht, sondern nur RSA. Das Signieren von E-Mails hat folgende Nachteile:


    Wenn Sie dennoch E-Mails signieren möchten:
    • Sie können nur dann E-Mails signieren, wenn Ihre entsprechende(n) E-Mail-Adresse(n) im Zertifikat eingetragen sind.
    • Wenn Sie schon eine Bürgerkarte haben, können Sie über die Kundendienste online des a.sign Client einsehen, welche E-Mail-Adressen in Ihrem Zertifikat stehen.
    • Wenn Sie noch keine Bürgerkarte haben, müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse(n) bei der Aktivierung angeben.
      • Das nachträgliche Eintragen/Ändern einer E-Mail-Adresse im Zertifikat ist nicht möglich. Wenn Sie das möchten, müssen Sie Ihre Bürgerkarte zuerst widerrufen und anschließend neu aktivieren. Informationen zum Widerruf.
    • Folgen Sie der Installations-Anleitung bei A-Trust für Ihr jeweiliges E-Mail-Programm

    Für Apple MacOS gibt es zur Zeit keine Möglichkeit, um E-Mails zu signieren.
  • Kann ich auch mehrere Bürgerkarten aktivieren?
    Ja. Sie können die Bürgerkartenfunktion auf der e-card sowie auf beliebig vielen Handys aktivieren.
  • Kann man bei mehreren elektronischen Zustelldiensten gleichzeitig registriert sein?
    Ja. Dann wird per Zufallsgenerator entschieden, wohin zugestellt wird.
  • Was ist das Mindestalter, um eine eigene Bürgerkarte bekommen zu können?
    Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.
  • Können nur österreichische Staatsbürger eine Bürgerkarte bekommen?
    Nein. Um eine Bürgerkarte bekommen zu können, reicht es, wenn Sie eine dieser beiden Voraussetzungen erfüllen:
    • Sie sind im Zentralen Melderegister eingetragen (d.h. in Österreich wohnhaft gemeldet oder gemeldet gewesen). Für Auslands-Österreicher: Ihr Eintrag im Zentralen Melderegister wird erst nach 30 Jahren gelöscht.
    • Für alle anderen Personen besteht die Möglichkeit, sich im so genannten Ergänzungsregister für natürliche Personen (ERnP) eintragen zu lassen - weitere Informationen erhalten Sie beim Servicezentrum Help.gv.at. Hinweis: Eintragungen ins Ergänzungsregister für sonstige Betroffene (ERsB) nimmt die Stammzahlenregisterbehörde vor.
  • Was ist zu tun, wenn ich bei der Selbstaktivierung über FinanzOnline keinen Brief geschickt bekomme?
    Wenden Sie sich bitte an die Hotline von FinanzOnline, um zu klären, weshalb Sie noch kein Schreiben erhalten haben.
  • Was bedeuten die verschiedenen Sicherheitsklassen bei Kartenlesegeräten?
    Je höher die Sicherheitsklasse, desto sicherer ist das Kartenlesegerät:
    Klasse Merkmal Sicherheitsgewinn Preis (ab)
    1 keine Tastatur, kein Display ca. € 7
    2 Tastatur, aber kein Display PIN kann nicht abgefangen werden ca. € 40
    3 Tastatur und Display Endkontrolle des signierten Dokuments möglich (wird von der Bürgerkarte noch nicht unterstützt) ca. € 80

    Eine zusätzliche Tastatur am Kartenlesegerät macht es z.B. einem Computer-Virus unmöglich, die eingegebene PIN aufzuzeichnen – sie wird erst gar nicht an den Computer übertragen. Ein zusätzliches Display ist für die Endkontrolle der zu unterzeichnenden Dokumente gedacht. Es soll verhindern, dass ein Virus z.B. am Computer-Bildschirm etwas Anderes anzeigt, als tatsächlich signiert wird.

  • Kann ich mehrere E-Mail-Adressen im Zertifikat eintragen lassen?
    Es kann lediglich eine E-Mail-Adresse eingetragen werden.
  • Kann ich für meine minderjährigen Kinder meine eigene Bürgerkarte verwenden?
    Ja. Sofern Sie auf Grund der gesetzlichen Vollmachtsregelung im Namen Ihrer Kinder unterschreiben dürfen, können Sie dazu auch Ihre eigene Bürgerkarte verwenden.
  • Können auch Juristische Personen eine Bürgerkarte bekommen?
    Nein. Allerdings können natürliche Personen (z.B. Geschäftsführer) eine Vertretungsvollmacht für eine Firma auf Ihrer eigenen Bürgerkarte eintragen lassen - siehe Vollmachten
  • Kann ich für jemand anderen mit meiner Bürgerkarte unterschreiben (mit einer Vollmacht)?
    Es besteht die Möglichkeit, anderen Personen eine Vollmacht zu erteilen, nämlich bei der Stammzahlenregisterbehörde. Die Vollmacht kann anschließend bei bürgerkartentauglichen Anwendungen zum vertretungsweisen Einschreiten genutzt werden. Derzeit werden Vollmachten unter anderem von den Zustelldiensten unterstützt.
  • Kann ich auch die Bankomatkarte (Maestro) als Bürgerkarte nutzen?
    Nein, die Bürgerkartenfunktion kann auf Bankomatkarten nicht mehr aktiviert werden.
  • Kann ich mehrere Chipkarten als Bürgerkarte aktivieren?
    Ja. Sie können z.B. Ihre e-card und andere geeignete Chipkarten parallel als Bürgerkarte nutzen.
  • Welche Daten sind auf der Bürgerkarte gespeichert?
    Auf der e-card (oder anderen Chipkarten) sind folgende Informationen gespeichert:
    • Zwei Zertifikate. Diese enthalten:
      • Titel
      • Vorname, eventuell zweiter Vorname
      • Nachname
      • E-Mail-Adresse (auf Wunsch)
      • Geburtsdatum bei Minderjährigen
    • Die Personenbindung. Diese enthält:
      • Vorname, eventuell zweiter Vorname
      • Nachname
      • Geburtsdatum
      • Stammzahl
    Ausschließlich diese Daten werden für die Bürgerkartenfunktion auf dem goldenen Chip der Karte gespeichert.
  • Wie sind meine Daten durch die Bürgerkarte geschützt?

    Die Bürgerkarte verhindert, dass zentral auf sensible Daten zugegriffen werden kann. Dafür werden ausgereifte kryptographische Methoden verwendet. Bei der Nutzung der Bürgerkartenfunktion werden die verschiedenen Verwaltungsbereiche – wie Bauen und Wohnen, Gesundheit, Landwirtschaft, Steuern, …– strikt von einander getrennt. Das verhindert, dass z. B. das Finanzamt in Verfahren des Gesundheitsbereiches Einblick nehmen kann und stellt sicher, dass jeder Verwaltungsbereich ausschließlich auf Daten aus dem eigenen Aufgabenbereich zugreifen kann.

    Weitere Informationen

  • Wie unterschreibe ich mit der Bürgerkarte eine PDF-Datei?

    Die Bürgerkarte ermöglicht das rechtssichere elektronische Unterschreiben von z.B. Verträgen, Rechnungen, Kündigungen oder Formularen (im PDF-Format). Diese können dann z. B. per E-Mail verschickt werden. Die Anleitung wie und womit Sie das tun, finden Sie unter dem Menüpunkt PDF-Signatur

    Hinweis zur Darstellung des Prüfergebnisses bei PDF-Signaturen: Mit dem neuen PDF-Signaturformat PAdES gibt es kein Manifest („M“) mehr. Das Manifest gab es bei den bisherigen PDF-Signaturen im Format PDF-AS. Bei der Darstellung des Prüfergebnisses erscheint dieses Feld bis zum bevorstehenden Release daher ausgegraut (siehe Screenshot). PDF-signierte Dokumente sind mit dem neuen PAdES-Signaturformat gültig.

    Mit Anfang November 2014 wird in den E-Government-Komponenten sukzessive mit der Umstellung auf das fortgeschrittene PDF-Signaturformat PAdES (PDF Advanced Electronic Signatures) begonnen. Dies betrifft in erster Linie PDF-Signatursoftware wie PDF-AS, PDF-Over, die Handy-Signatur, sowie die Bürgerkartenumgebungen MOCCA/Online-BKU und a.sign client.

    Die Umstellung auf das neue Signaturformat ist ein weiterer Schritt in Richtung Standardisierung, Interoperabilität und Nachhaltigkeit von (amts-)signierten Dokumenten und erleichtert wesentlich deren Prüfung wie beispielsweise bei einer Prüfung im Adobe Reader. Zudem ist Österreich auch bestens gerüstet für die in knapp zwei Jahren schlagend werdende EU-Verordnung über elektronische Vertrauensdienste (eIDAS Regulation).

Hilfe bei Problemen