Glossar

  • Adobe-Signatur

    Weltweiter Standard zum Signieren von PDFs; entwickelt von der Firma Adobe (Erfinder des PDF-Formats). Adobe-Signaturen können direkt in Adobe Reader überprüft werden; sie sind nicht mit PDF-AS-Signaturen kompatibel. Um qualifizierte Signaturen zu erstellen, ist ein Plugin erforderlich, siehe: Weitere Informationen über PDF-Signatur

  • Aktivierung [Freischaltung]

    Als Aktivierung bezeichnet man den Vorgang, in welchem Sie Ihr Handy oder Ihre e-card als Bürgerkarte freischalten lassen. Bürgerkarte aktivieren

  • Amtlicher Lichtbildausweis (Aktivierung)

    Folgende Lichtbildausweise werden zur Aktivierung bei einer Registrierungsstelle akzeptiert:

    • Internationaler Reisepass
    • Österreichischer Führerschein (sofern noch in Papierform vorhanden darf dieser nicht älter als 40 Jahre sein)
    • Österreichischer Personalausweis
    • Deutscher Personalausweis
    • Österreichische Identitätskarte
    • Schweizer Identitätskarte
    • Liechtensteinische Identitätskarte
    • Apothekerausweis
    • Notarausweis
    • Rechtsanwaltsausweis
    • Dolmetscherausweis
    • Ziviltechnikerausweis
    • Sachverständigenausweis
    • Studierendenausweis
    • Behindertenpass
    • eDA Dienstausweis Republik Österreich
    • EDU-Card
    • Gemeindeausweis
    • Waffenbesitzkarte
    • Waffenpass
    • eDA Dienstausweis Land Oberösterreich
  • Amtssignatur

    Die oder das von Behörden verwendete elektronische Signatur oder elektronische Siegel nach dem Standard PDF-AS. Eine Amtssignatur kann eine fortgeschrittene/s oder ein/e qualifizierte Signatur oder Siegel sein. Bestandteile einer Amtssignatur sind:

    • die Bildmarke der signierenden Behörde
    • ein Hinweis, dass das Dokument amtssigniert wurde
    • ein Hinweis zur Signaturprüfung

    Nähere Informationen zur Amtssignatur auf der Webseite der Plattform "Digitales Österreich"

  • Applet

    Ein Software-Programm, das innerhalb des Browsers (Firefox, Internet Explorer, Safari usw.) abläuft. Applets sind in der Programmiersprache Java geschrieben.

  • a.sign Client

    Eine kostenlose Software der Firma A-Trust, die dem Betriebssystem (Windows) die Funktionen der Bürgerkarte zugänglich macht (Cryptographic Service Provider). Der a.sign Client ist Voraussetzung für die Bürgerkarten-Software (Bürgerkartenumgebung) von A-Trust und das Programm VPDFSign, zum Signieren von PDFs. Informationen zum a.sign Client
    a.sign Client

  • a.sign premium

    Der Produktname der Firma A-Trust für das qualifizierte Zertifikat auf der Bürgerkarte.

  • A-SIT

    Das Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria (A-SIT) ist ein Verein, der vom Bundesministerium für Finanzen (BMF), der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), der Technischen Universität Graz (TU Graz) und der Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ GmbH) getragen wird. Website von A-SIT
    A-SIT

  • Asymmetrische Verschlüsselung [Public-Key-Encryption]

    Eine ausgeklügelte Verschlüsselungsmethode, bei der zur Verschlüsselung ein anderer Schlüssel verwendet wird als zur Entschlüsselung. Ein Teil dieses Schlüsselpaares ist öffentlich (öffentlicher Schlüssel), der andere Teil bleibt geheim (privater Schlüssel). Bekannte asymmetrische Verschlüsselungsverfahren sind RSA oder ECDSA.

  • A-Trust

    Die Firma A-Trust ist ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter in Österreich. Im Rahmen der Bürgerkarte ist A-Trust vom Bundeskanzleramt beauftragt, die erforderlichen digitalen Zertifikate zu vergeben. Das Unternehmen hat mehrere Besitzer: die Gesellschafter von A-Trust
    A-Trust

  • Base64

    Ein Kodierungsverfahren, das 64 verschiedene Zeichen verwendet (26 Großbuchstaben, 26 Kleinbuchstaben, die 10 Ziffern 0 bis 9, sowie + und /). Base64 ist weit verbreitet, so werden z.B. alle E-Mail-Attachments in dieser Form kodiert.

  • BDC

    Die Firma BDC EDV Consulting GmbH ist auf IT-Consulting, Projektmanagement und Softwareentwicklung in den Bereichen

    • IT-Security, Sicherheitskonzepte, Kryptografie
    • Smartcards
    • Digitale Signaturen, Public Key Infrastructure (PKI)
    • Elektronischer Zahlungsverkehr

    spezialsiert.

    Website von BDC
    BDC
  • Bereichsspezifisches Personenkennzeichen [bPK]

    Eine aus der Stammzahl abgeleitete Nummer, mit der eine Person durch die Behörde identifiziert wird (z.B. j/NxdRQhp+tNyE9WhHdBSYuy3hA=). Zur Berechnung des bereichsspezifischen Personenkennzeichens wird (außer der Stammzahl) noch ein sogenanntes Bereichskürzel (Bereichskennung) für den jeweiligen Verwaltungsbereich herangezogen (z.B. UW für Umwelt oder SA für Steuern und Abgaben). Dadurch ist es nicht möglich, eine Person über verschiedene Verwaltungsbereiche hinweg zu identifizieren. Außerdem ist nicht möglich, aus dem bereichsspezifischen Personenkennzeichen wieder die Stammzahl zu errechnen.

  • Bildmarke

    Grafischer Bestandteil einer Amtssignatur, die den Benutzern die schnelle Wiedererkennung der signierenden Behörde erleichtern soll (analog zu einem Logo). Eine Bildmarke ist sozusagen die elektronische Entsprechung eines Stempels bzw. Siegels. Beispiele für Bildmarken:
    Bildmarke des BundeskanzleramtsBildmarke des Landes BurgenlandBildmarke des UnterrichtsministeriumsBildmarke des Landes OberösterreichBildmarke der Stadt Wien

  • Bürgerkartenumgebung [BKU, Bürgerkarten-Software]

    Eine Software, die zur Verwendung der Bürgerkartenfunktion auf einer Karte erforderlich ist. Die vom Bundeskanzleramt empfohlene Bürgerkartenumgebung ist Mocca. Darüber hinaus gibt es von privaten Firmen entwickelte Bürgerkartenumgebungen, z.B. A-Trust Bürgerkartenumgebung, trustDesk, hotSign.

  • Chipkarte [Smartcard]

    Eine Plastikkarte mit einem (meist gold-farbigem) Metallchip. Beispiele: e-card, A-Trust-Karte, ...

  • CIN [Cardholder Identification Number, Signaturvertragsnummer]

    Sozusagen Ihre Kundennummer beim Vertrauensdiensteanbieter (d.h. der Firma A-Trust). Bei jedem Aktivierungsprozess bekommen Sie eine neue CIN; sie wird im Signaturvertrag als Signaturvertragsnummer angezeigt.

  • Datentechnik Innovation

    Datentechnik Innovation ist ein Softwareunternehmen mit Standorten in Wien und Graz. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Integration von Software-Produkten und Gesamtlösungen für die Anwendungsfelder E-Government und E-Health spezialisiert.
    Website der Datentechnik Innovation

  • Digitales Österreich

    Eine im Bundeskanzleramt angesiedelte Plattform zur Koordination der e-Government-Aktivitäten in Österreich. Website Digitales Österreich
    Digitales Österreich

  • e-card G2 [e-card der zweiten Generation]

    Alle vor Dezember 2009 ausgegebenen e-cards; erkennbar daran, dass rechts oben (unter dem SV-Logo) kein Aufdruck in Blindenschrift (Braille) vorhanden ist.
    e-cards G2 enthalten zwei ECDSA-Schlüsselpaare.

    e-card G2


    Hinweis: Mit Dezember 2009 startete die Ausgabe der nächsten Generation (G3), wobei der Austauschprozess fließend verläuft – Karten der 2. Generation werden durch die üblichen Neuausstellungsgründe (zB. Ablauf, Verlust, Diebstahl,…) ersetzt. Eine Aktivierung von G2 Karten als Bürgerkarte ist ab dem 2. Quartal 2014 aus Sicherheitserwägungen nicht mehr möglich. In diesem Fall fordern Sie bitte eine e-card der dritten Generation (G3) an und aktivieren auf dieser Ihre Bürgerkarte. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, die Handy-Signatur zu aktivieren.
  • e-card G3 [e-card der dritten Generation]

    Alle ab Dezember 2009 ausgegebenen e-cards; erkennbar an der Blindenschrift (Braille) rechts oben (unter dem SV-Logo).
    e-cards G3 enthalten ein ECDSA-Schlüsselpaar (für ein qualifiziertes Zertifikat) und ein RSA-Schlüsselpaar (für ein nicht-qualifiziertes Zertifikat).
    e-card G3

  • e-card G4 [e-card der vierten Generation]

    Seit November 2014 werden Karten der 4. Generation von e-Cards ausgegeben. Die „G4-Karten" unterscheiden sich optisch am geänderten Logo der Sozialversicherung im oberen rechten Eck sowie durch einen anderen Grün-Ton der Karte.

    e-card G3 und G4

  • ECDSA

    Ein neueres asymmetrisches Verschlüsselungverfahren, das auf elliptischen Kurven basiert. ECDSA ist fortschrittlicher als RSA (d.h., es kommt mit kürzeren Signaturwerten aus), aber noch nicht so weit verbreitet. Die Abkürzung steht für Elliptic Curve Digital Signature Algorithm.

  • EGIZ

    Das E-Government Innovationszentrum (EGIZ) ist eine gemeinsame Initiative des Bundeskanzleramtes und der Technischen Universität Graz. Es entwickelt unter anderem die Bürgerkarten-Software Mocca.

    Webseite des EGIZ

    EGIZ

  • E-Government

    E-Government (deutsch: „e-Regierung“) bezeichnet ganz allgemein das Bestreben, Verwaltungsabläufe durch verstärkten Computereinsatz zu vereinfachen.

  • Elektronische Signatur [digitale Signatur]

    Die elektronische Variante einer eigenhändigen Unterschrift. Die eIDAS-VO unterscheidet drei Qualitätsstufen von elektronischen Signaturen:

    1. elektronische Signatur (zur besseren Unterscheidbarkeit oft auch einfache elektronische Signatur genannt)
    2. fortgeschrittene elektronische Signatur
    3. qualifizierte elektronische Signatur
  • Ergänzungsregister

    Ein Zusatz-Verzeichnis zum Zentralen Melderegister, damit auch nicht in Österreich gemeldete Personen eine Bürgerkarte bekommen können.
    Hintergrund: Die Personenbindung der Bürgerkarte beruht auf der Stammzahl, die wiederum aus der ZMR-Zahl abgeleitet wird. Wer nicht in Österreich gemeldet ist, steht jedoch nicht im Zentralen Melderegister und hat daher auch keine ZMR-Zahl.

    • Im Ergänzungsregister für natürliche Personen werden Menschen eingetragen.
    • Im Ergänzungsregister für sonstige Betroffene sind juristische Personen gelistet, die nicht im Firmenbuch stehen.
    Das Ergänzungsregister wird von der Stammzahlenregisterbehörde geführt.
  • FinanzOnline

    Internet-Plattform der Finanzämter zur einfacheren Abwicklung von Steuerangelegenheiten. FinanzOnline
    FinanzOnline

  • Fortgeschrittene Signatur

    Die mittlere Qualitätsstufe einer elektronischen Signatur gemäß eIDAS-VO. Im Unterschied zur qualifizierten Signatur ist die fortgeschrittene Signatur einer eigenhändigen Unterschrift im Allgemeinen nicht gleichgestellt. Siehe auch: Hintergrund-Informationen: Was steht im Gesetz

  • Handy-Signatur

    Die Handy-Signatur ist eine vollwertige Bürgerkarte, die Sie auf Ihrem Mobiltelefon aktivieren können. Der Vorteil ist, dass Sie kein Kartenlesegerät benötigen. Zur Aktivierung Ihres Handys als Bürgerkarte siehe Handy aktivieren.
    RTR

  • Hash-Wert [Fingerabdruck, Message Digest]

    Eine aus dem ursprünglichen Text abgeleitete Prüfsumme. Mit ihrer Hilfe kann überprüft werden, ob der Text unversehrt und vollständig ist. Gängige Hash-Verfahren sind MD5, CRC oder SHA.
    Das englische Verb „to hash“ heißt „zerhacken“, auf der Speisekarte bedeutet „hash“ „Faschiertes“.

  • hotSign

    Eine teilweise kostenpflichtige Bürgerkarten-Software (Bürgerkartenumgebung) der Firma BDC. BDC bietet mit hotPDFsign und hotPDFverify auch Produkte zur PDF Signatur. Informationen zu hotSign
    BDC hotSign

  • Infobox

    Ein Speicherbereich auf der e-card. Die Personenbindung ist z.B. in einer Infobox gespeichert; ebenso Vollmachten.

  • Infobox-PIN

    Bei Bürgerkarten auf älteren Bankomatkarten (Maestro) ist der Zugriff auf die Infobox (in der z.B. die Personenbindung gespeichert ist), durch eine eigene PIN gesichert. Standardmäßig ist als Infobox-PIN die Zahlenfolge 0000 voreingestellt.

  • IT Solution

    IT Solution entwickelt und vertreibt seit 1998 Software für die verschiedenen Anwendungsbereiche der digitalen Signatur.
    Website von IT Solution
    IT Solution

  • Java

    Eine Programmiersprache, die in den meisten heutigen Browsern (Firefox, Internet Explorer, Safari usw.) bereits installiert ist. Website von Java
    Java

  • Kartenlesegerät [Kartenleser, Card Reader, Smart Card Reader]

    Ein kleines Gerät, das an den Computer angeschlossen wird, um Daten von einer Chipkarte zu lesen oder auf sie zu schreiben.
    Kartenlesegerät der Firma Gemalto

  • Karten-PIN [Geheimhaltungs-PIN, Authentifizierungs-PIN]

    Die Karten-PIN ermöglicht einerseits das Erstellen einer fortgeschrittenen Signatur und andererseits den Zugriff auf die Personenbindung. Die Karten-PIN ist eine 4- bis 10-stellige Zahlenkombination, die Sie bei der Aktivierung frei wählen können. (Bei der e-card hat die Karten-PIN vier Stellen)

  • Mocca

    Die vom Bundeskanzleramt empfohlene Bürgerkarten-Software (Bürgerkartenumgebung). Die Entwicklung wird vom EGIZ koordiniert. Das Programm ist kostenlos; der Quellcode ist offengelegt (Open-Source). Die Abkürzung steht für Modular Open Citizen Card Architecture. Download von Mocca
    Mocca

  • Zertifikat für elektronische Signaturen

    Ein Zertifikat, das kein qualifiziertes Zertifikat ist. Gemäß Art 3 Z 14 eIDAS-VO eine elektronische Bescheinigung, die elektronische Signaturvalidierungsdaten mit einer natürlichen Person verknüpft und die mindestens den Namen oder das Pseudonym dieser Person bestätigt.

  • Öffentlicher Schlüssel [Public Key]

    Der öffentliche Teil des Schlüsselpaares, das bei asymmetrischer Verschlüsselung verwendet wird. Informationen, die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt sind, können nur mit dem privaten Schlüssel entschlüsselt werden.

  • Online-BKU [BKU-Online]

    Im Browser (Firefox, Internet Explorer, Safari usw.) ablaufende Bürgerkarten-Software (Bürgerkartenumgebung); benötigt Java. Website von Java
    Online-BKU bei FinanzOnline

  • PC/SC-Schnittstelle [PC/SC-Standard]

    Eine standardisierte Schnittstelle für Kartenlesegeräte zum Zugriff auf Chipkarten. Die Abkürzung steht für Personal Computer / Smart Card.

  • PDF-AS

    Ein vom EGIZ spezifizierter Standard zum Signieren von PDFs. Die Abkürzung AS stand zwar ursprünglich für Amtssignatur, tatsächlich können jedoch alle Bürgerkarten-Benutzer PDF-AS-Signaturen erstellen.
    PDF-AS-Signaturen sind nicht mit Adobe-Signaturen kompatibel. PDF-AS-Signaturen enthalten immer einen Signaturblock; bei textueller PDF-AS-Signatur ist es dadurch möglich, die Signatur auch dann zu überprüfen, wenn das Dokument nur in Papierform vorliegt (erfordert allerdings das Abtippen des gesamten Textes). Weitere Informationen über PDF-Signatur

  • Personenbindung

    Die Personenbindung stellt eine Verbindung zwischen Ihrem qualifizierten Zertifikat und Ihrer Stammzahl her. Da Sie im Zertifikat nur durch Ihren Namen identifiziert sind, wären sonst Verwechslungen zwischen mehreren Personen möglich (bei Namensgleichheit). Technisch gesehen ist die Personenbindung eine von der Stammzahlenregisterbehörde signierte Datei im XML-Format, die während des Aktivierungsprozesses auf dem Chip der Karte und bei der Handy-Signatur in einem Hochsicherheits-Server der A-Trust gespeichert wird.

  • PIN [PIN-Code]

    Ein Passwort in Form einer Zahlenkombination, die eingegeben werden muss, um bestimmte Aktionen durchzuführen. Die PIN ist eine Sicherheitsmaßnahme, um unberechtigten Zugriff zu verhindern. Die Bürgerkarte auf der e-card ist durch eine Signatur-PIN und eine Karten-PIN geschützt. Die Abkürzung steht für Persönliche Identifikationsnummer.

  • Privater Schlüssel [Private Key]

    Der geheime Teil des Schlüsselpaares, das bei asymmetrischer Verschlüsselung verwendet wird. Informationen, die mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt (signiert) sind, können nur mit dem öffentlichen Schlüssel entschlüsselt werden.

  • Qualifizierte Signatur

    Die höchste Qualitätsstufe einer elektronischen Signatur. Gemäß Art 25 Abs. 2 eIDAS-VO iVm § 4 Abs. 1 erster Satz SVG einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt. Siehe auch: Hintergrund-Informationen: Was steht im Gesetz

  • Qualifiziertes Zertifikat für elektronische Signaturen

    Ein Zertifikat, das bestimmte zusätzliche Anforderungen erfüllt, die im Anhang I der eIDAS-VO gelistet sind. Eine qualifizierte Signatur muss immer auf einem qualifizierten Zertifikat beruhen.

  • RSA

    Eines der ältesten asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren. RSA ist weiter verbreitet als das modernere ECDSA, erzeugt aber längere Signaturwerte. Die Abkürzung steht für die Initialen der drei Entwickler Ronald L. Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman.

  • RTR-GmbH

    Die Telekom-Control-Kommission, die Regulierungsbehörde für den österreichischen Telekommunikationsmarkt, ist auch mit den Aufgaben der Aufsichtsstelle nach dem Signaturgesetz betraut. Sie bedient sich bei der Aufsicht der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH).
    RTR

  • Security Layer

    Jener Teil der Bürgerkarten-Software (Bürgerkartenumgebung), der mit der Chipkarte kommuniziert.

  • SHA

    Das bei der Bürgerkarte verwendete Hash-Verfahren. Die Abkürzung steht für Secure Hash Algorithm.

  • Signaturblock

    Die tabellarische Darstellung der relevanten Bestandteile einer elektronischen Signatur gemäß PDF-AS. Insbesondere enthält der Signaturblock:

    • Den Signaturwert (=signierter Hash-Wert)
    • Den Namen des Unterzeichners
    • Datum und Uhrzeit
    • Die Nummer des zu Grunde liegenden Zertifikats
    • Einen Hinweis, wo die Signatur überprüft werden kann
    Falls es sich um eine Amtssignatur handelt, zusätzlich:
    • die Bildmarke der signierenden Behörde
    • einen Hinweis, dass das Dokument amtssigniert wurde
    Beispiel:
    neue Darstellung Signaturblock
  • Signaturkarte

    Eine Chipkarte, die zwar ein Zertifikat enthält, aber keine Personenbindung, und die daher keine Bürgerkarte ist.

  • Signatur Passwort

    Das Passwort, das den Zugriff auf die Bürgerkartenfunktion am Handy sichert; sozusagen der PIN-Code für’s Handy. Das Signatur Passwort besteht aus 6 bis 20 Zeichen (Buchstaben oder Ziffern); Sie können es bei der Aktivierung frei wählen.

  • Signatur-PIN

    Die Signatur-PIN ermöglicht das Erstellen einer qualifizierten Signatur. Sie ist bei der e-card eine 6-stellige Zahlenkombination, die Sie bei der Aktivierung frei wählen können.

  • Signaturprüfung vom Papierausdruck

    Nach dem E-Government Gesetz hat ein ausgedrucktes elektronisches Dokument einer Behörde die Beweiskraft einer öffentlichen Urkunde, wenn es mit einer Amtssignatur versehen ist. Im Signaturblock der Amtssignatur wird ein Hinweis zur Prüfung gegeben, dies kann je nach Behörde unterschiedlich umgesetzt sein.

    Link:

  • Sozialversicherungsnummer [SV-Nummer]

    Eine 10-stellige Zahl, sozusagen Ihre Kundennummer bei der Sozialversicherung. Die letzten 6 Stellen entsprechen zwar meistens dem Geburtsdatum (z.B. 050670 für 5. Juni 1970), aber nicht immer.

  • Stammzahl

    Eine aus der ZMR-Zahl abgeleitete Nummer (z.B. Qq03dPrgcHsx3G0lKSH6SQ==), die die Basis der Personenbindung bildet. Die Stammzahl wird durch Triple-DES-Verschlüsselung erzeugt; es ist daher nicht möglich, aus der Stammzahl wieder die ZMR-Zahl zu errechnen.

  • Stammzahlenregisterbehörde

    Eine eigens eingerichtete Behörde zur Vergabe der Stammzahlen und Führung des Ergänzungsregisters. Stammzahlenregisterbehörde ist die Datenschutzkommission. Website der Stammzahlenregisterbehörde

  • Stammzertifikat [Wurzelzertifikat, Root Certificate]

    Das Zertifikat, mit dem ein Vertrauensdiensteanbieter die von ihm ausgestellten Zertifikate signiert. Mit anderen Worten: Alle Bürgerkarten beruhen auf der Glaubwürdigkeit des Stammzertifikats von A-Trust.

  • Stork

    Eine EU-Initiative, um die verschiedenen „Bürgerkarten“ (eIDs) der einzelnen europäischen Länder miteinander zu vernetzen. Die Abkürzung steht für Secure identity across borders linked. Website von Stork
    Stork

  • Symmetrische Verschlüsselung

    Eine Verschlüsselungsmethode, bei der zum Verschlüsseln der selbe Schlüssel verwendet wird, wie zum Entschlüsseln (im Gegensatz zur asymmetrischen Verschlüsselung). Bekannte symmetrische Verschlüsselungsverfahren sind IDEA, AES oder DES.

  • TAN

    Zweiter Teil der Authentifizierung bei der Bürgerkarte am Handy. Nachdem Sie sich mit Ihrem Signatur Passwort angemeldet haben, erhalten Sie eine SMS mit dem TAN-Code. Er besteht aus 6 Zeichen (Buchstaben und Ziffern) und ist 5 Minuten lang gültig. Die Abkürzung TAN steht für Transaktionsnummer.

  • Triple-DES [3DES]

    Ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren. Die Blockgröße beträgt 64 Bit, d.h. die Länge der zu verschlüsselnden Informationen muss ein Vielfaches von 64 Bit sein. Der Zusatz Triple bedeutet, dass das Verfahren im Wesentlichen eine dreimalige Wiederholung einer DES-Verschlüsselung darstellt. Die Abkürzung DES steht für Data Encryption Standard.

  • Verwaltungssignatur

    Vorläufer der heutigen qualifizierten Signatur. Zertifikate für Verwaltungssignaturen werden nicht mehr ausgestellt, waren aber bis zu ihrem Ablauf gültig (längstens bis Ende 2012). Eine Verwaltungssignatur war eine fortgeschrittene Signatur, die im e-Government-Bereich einer qualifizierten Signatur gleichgestellt war

  • Widerrufspasswort

    Das Passwort, das Sie angeben müssen, um Ihre Bürgerkartenfunktion zu deaktivieren (d.h. die beiden Zertifikate endgültig zu widerrufen). Das Widerrufspasswort besteht aus 4 bis 10 Zeichen (Buchstaben oder Ziffern); Sie können es bei der Aktivierung frei wählen.
    (Ohne Widerrufspasswort können Sie Ihre Bürgerkarte zwar nicht widerrufen, aber sperren.)

  • XML

    Ein standardisiertes Dateiformat zum Austausch von Informationen. Beispielsweise würde für eine Person namens Susanne Muster, geboren am 1.1.1950, folgendes in der Personenbindung stehen:

    <pr:Name>
    <pr:GivenName>Susanne</pr:GivenName>
    <pr:FamilyName primary="undefined">Muster</pr:FamilyName>
    </pr:Name>
    <pr:DateOfBirth>1950-01-01</pr:DateOfBirth>
  • Zertifikat

    Einfach gesagt, ist ein Zertifikat eine elektronische Bescheinigung, dass Sie wirklich Sie sind. Technische Antwort: Mittels Zertifikat bestätigt der Vertrauensdiensteanbieter (d.h. die Firma A-Trust), dass ein öffentlicher Schlüssel tatsächlich einer bestimmten Person gehört. Das Zertifikat ist nur für einen bestimmten Zeitraum gültig (in der Regel 5 Jahre lang) und wird vom Vertrauensdiensteanbieter mit seinem privaten Schlüssel signiert.
    Die eIDAS-VO unterscheidet zwischen qualifizierten Zertifikaten und (nicht-qualifizierten) Zertifikaten.

  • Zertifikatsperrliste [CRL, Certificate Revocation List]

    Eine von A-Trust geführte Liste, in der die Nummern aller gesperrten bzw. widerrufenen Zertifikate eingetragen sind.
    Zertifikatsperrliste (direkter Download der .crl-Datei)

  • Vertrauensdiensteanbieter [VDA]

    Ein Anbieter von Vertrauensdiensten. Im Fall der Bürgerkarte ist das die Firma A-Trust, die in Österreich als Zertifizierungsdiensteanbieter akkreditiert ist.

  • ZMR-Zahl [Melderegisterzahl]

    Eine vom Zentralen Melderegister (ZMR) vergebene Zahl, die jede in Österreich gemeldete Person eindeutig identifiziert. ZMR-Zahlen sind 12-stellig, also z.B. 000247681888. Sie bestehen aus Zufallszahlen und einer Prüfziffer.
    Ihre ZMR-Zahl können Sie auf Ihrer Meldebestätigung (ersetzt seit 1.3.2002 den alten Meldezettel) sehen: Meldebestätigung mit der Bürgerkarte anfordern