Häufige Fragen zur
Bürgerkarte

Allgemeine Fragen

  • Angeblich ist die e-card keine Bürgerkarte mehr?
    Bereits als Bürgerkarte aktivierte e-cards behalten ihre Gültigkeit. Neue, ab Oktober 2019 ausgegebene e-cards (jene mit Ihrem Foto) können aber nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden, vor Oktober ausgebenen e-cards nur mehr bis Ende 2019.
    Im Verlauf 2020 wird die Bürgerkarte auf den neuen elektronischen Identitätsnachweis E-ID umgestellt (zuerst ein Pilotbetrieb, voraussichtlich im Frühjahr 2020). Ab dem Vollbetrieb kann eine als Bürgerkarte aktivierte e-card noch als Signaturkarte verwendet werden, aber nicht mehr als E-ID.
  • Entstehen für mich Kosten?
    Die Bürgerkarte am Handy und auf der e-card ist vollkommen kostenlos - sowohl die Aktivierung, als auch die Benutzung. Für die Nutzung der Karte ist ein Kartenlesegerät erforderlich.
    Beachten Sie aber, dass kostenlose Aktivierung für kartenbasierende Bürgerkarten nur auf der e-card möglich war. Dies wurde aber eingestellt (neue, ab 1. Oktober 2019 ausgegebene e-cards können nicht mehr aktiviert werden, vor Oktober 2019 ausgegebene e-cards nur noch bis 31. Dezember 2019)
  • Was ist zu tun, wenn meine Karte getauscht wurde?
    Für jede neue Karte muss die Bürgerkartenfunktion neu aktiviert werden. Neue e-cards können (seit Oktober 2019) allerdings nicht mehr aktiviert werden. Bei sonstigen A-Trust Karten (z.B. a.sign premium Karten) gibt die A-Trust Produktseite Informationen.
  • Was ist zu tun, wenn mein Zertifikat abgelaufen ist?
    In den typischen Fällen (z.B. e-card) ist die Ablaufdauer des Zertifikats mit dem geplanten Austausch der Karte synchronisiert, sodass die neue Karte neu als Bürgerkarte zu aktivieren ist. In Ausnahmefällen könnten abgelaufene Zertifikate auch auf einer bestehenden Karte (z.B. a sign premium) erneuert werden, sofern die Karte die technischen Anforderungen noch erfüllt und sich Personendaten des Zertifikats (z.B. Name) nicht geändert haben. Eine Verlängerung auf der e-card ist allerdings nicht möglich, seit Oktober 2019 ausgegebene e-cards können nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden.
  • Kann ich mit der Bürgerkarte auch E-Mails signieren/verschlüsseln?
    Ja – allerdings nur mit der e-card G3. (Anmerkung: seit 2020 nicht mehr als Bürgerkarte aktivierbar)
    Technischer Hintergrund: Die heute gängigen E-Mail-Programme (z.B. Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird) unterstützen die Verschlüsselung mit ECDSA nicht, sondern nur RSA. Das Signieren von E-Mails hat folgende Nachteile:


    Wenn Sie dennoch E-Mails signieren möchten:
    • Sie können nur dann E-Mails signieren, wenn Ihre entsprechende(n) E-Mail-Adresse(n) im Zertifikat eingetragen sind.
    • Wenn Sie schon eine Bürgerkarte haben, können Sie über die Kundendienste online des a.sign Client einsehen, welche E-Mail-Adressen in Ihrem Zertifikat stehen.
    • Wenn Sie noch keine Bürgerkarte haben, müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse(n) bei der Aktivierung angeben.
      • Das nachträgliche Eintragen/Ändern einer E-Mail-Adresse im Zertifikat ist nicht möglich. Wenn Sie das möchten, müssen Sie Ihre Bürgerkarte zuerst widerrufen und anschließend neu aktivieren. Informationen zum Widerruf.
    • Folgen Sie der Installations-Anleitung bei A-Trust für Ihr jeweiliges E-Mail-Programm

    Für Apple MacOS gibt es zur Zeit keine Möglichkeit, um E-Mails zu signieren.
  • Kann ich auch mehrere Bürgerkarten aktivieren?
    Ja. Sie können die Bürgerkartenfunktion auf beliebig vielen bürgerkartenfähigen Chipkarten sowie auf beliebig vielen Handys aktivieren.
  • Kann man bei mehreren elektronischen Zustelldiensten gleichzeitig registriert sein?
    Ja. Dann wird per Zufallsgenerator entschieden, wohin zugestellt wird.
  • Was ist das Mindestalter, um eine eigene Bürgerkarte bekommen zu können?
    Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.
  • Können nur österreichische Staatsbürger eine Bürgerkarte bekommen?
    Nein. Um eine Bürgerkarte bekommen zu können, reicht es, wenn Sie eine dieser beiden Voraussetzungen erfüllen:
    • Sie sind im Zentralen Melderegister eingetragen (d.h. in Österreich wohnhaft gemeldet oder gemeldet gewesen). Für Auslands-Österreicher: Ihr Eintrag im Zentralen Melderegister wird erst nach 30 Jahren gelöscht.
    • Für alle anderen Personen besteht die Möglichkeit, sich im so genannten Ergänzungsregister für natürliche Personen (ERnP) eintragen zu lassen.
      Hinweis: Eintragungen ins Ergänzungsregister für natürliche Personen (ERnP) nimmt die Stammzahlenregisterbehörde vor.
  • Was ist zu tun, wenn ich bei der Selbstaktivierung über FinanzOnline keinen Brief geschickt bekomme?
    Wenden Sie sich bitte an die Hotline von FinanzOnline, um zu klären, weshalb Sie noch kein Schreiben erhalten haben.
  • Was bedeuten die verschiedenen Sicherheitsklassen bei Kartenlesegeräten?
    Je höher die Sicherheitsklasse, desto sicherer ist das Kartenlesegerät:
    Klasse Merkmal Sicherheitsgewinn Preis (ab)
    1 keine Tastatur, kein Display ca. € 7
    2 Tastatur, aber kein Display PIN kann nicht abgefangen werden ca. € 40
    3 Tastatur und Display Endkontrolle des signierten Dokuments möglich (wird von der Bürgerkarte noch nicht unterstützt) ca. € 80

    Eine zusätzliche Tastatur am Kartenlesegerät macht es z.B. einem Computer-Virus unmöglich, die eingegebene PIN aufzuzeichnen – sie wird erst gar nicht an den Computer übertragen. Ein zusätzliches Display ist für die Endkontrolle der zu unterzeichnenden Dokumente gedacht. Es soll verhindern, dass ein Virus z.B. am Computer-Bildschirm etwas Anderes anzeigt, als tatsächlich signiert wird.

  • Kann ich mehrere E-Mail-Adressen im Zertifikat eintragen lassen?
    Es kann lediglich eine E-Mail-Adresse eingetragen werden.
  • Kann ich für meine minderjährigen Kinder meine eigene Bürgerkarte verwenden?
    Ja. Sofern Sie auf Grund der gesetzlichen Vollmachtsregelung im Namen Ihrer Kinder unterschreiben dürfen, können Sie zur Unterschrift auch Ihre eigene Bürgerkarte verwenden. Für die Anmeldung an Anwendungen (Login) ist die elektronische Vertretung durch Erziehungsberechtigte allerdings nicht umgesetzt.
  • Können auch Juristische Personen eine Bürgerkarte bekommen?
    Nein. Allerdings können natürliche Personen (z.B. Geschäftsführer) eine Vertretungsvollmacht für eine Firma auf Ihrer eigenen Bürgerkarte eintragen lassen - siehe Vollmachten
  • Kann ich für jemand anderen mit meiner Bürgerkarte unterschreiben (mit einer Vollmacht)?
    Es besteht die Möglichkeit, anderen Personen eine Vollmacht zu erteilen, nämlich bei der Stammzahlenregisterbehörde. Die Vollmacht kann anschließend bei bürgerkartentauglichen Anwendungen zum vertretungsweisen Einschreiten genutzt werden. Derzeit werden Vollmachten unter anderem von den Zustelldiensten unterstützt.
  • Kann ich auch die Bankomatkarte (Maestro) als Bürgerkarte nutzen?
    Nein, die Bürgerkartenfunktion kann auf Bankomatkarten nicht mehr aktiviert werden.
  • Kann ich mehrere Chipkarten als Bürgerkarte aktivieren?
    Ja. Sie können z.B. Ihre e-card (bis Oktober 2019 ausgegebene oder bis Ende 2019 aktivierte) und andere geeignete Chipkarten parallel als Bürgerkarte nutzen.
  • Welche Daten sind auf der Bürgerkarte gespeichert?
    Auf der e-card (oder anderen Chipkarten) sind folgende Informationen gespeichert:
    • Zwei Zertifikate. Diese enthalten:
      • Titel
      • Vorname, eventuell zweiter Vorname
      • Nachname
      • E-Mail-Adresse (auf Wunsch)
      • Geburtsdatum bei Minderjährigen
    • Die Personenbindung. Diese enthält:
      • Vorname, eventuell zweiter Vorname
      • Nachname
      • Geburtsdatum
      • Stammzahl
    Ausschließlich diese Daten werden für die Bürgerkartenfunktion auf dem goldenen Chip der Karte gespeichert.
  • Wie sind meine Daten durch die Bürgerkarte geschützt?

    Die Bürgerkarte verhindert, dass zentral auf sensible Daten zugegriffen werden kann. Dafür werden ausgereifte kryptographische Methoden verwendet. Bei der Nutzung der Bürgerkartenfunktion werden die verschiedenen Verwaltungsbereiche – wie Bauen und Wohnen, Gesundheit, Landwirtschaft, Steuern, …– strikt von einander getrennt. Das verhindert, dass z. B. das Finanzamt in Verfahren des Gesundheitsbereiches Einblick nehmen kann und stellt sicher, dass jeder Verwaltungsbereich ausschließlich auf Daten aus dem eigenen Aufgabenbereich zugreifen kann.

    Weitere Informationen

  • Wie unterschreibe ich mit der Bürgerkarte eine PDF-Datei?

    Die Bürgerkarte ermöglicht das rechtssichere elektronische Unterschreiben von z.B. Verträgen, Rechnungen, Kündigungen oder Formularen (im PDF-Format). Diese können dann z. B. per E-Mail verschickt werden. Die Anleitung wie und womit Sie das tun, finden Sie unter dem Menüpunkt PDF-Signatur

    Hinweis zur Darstellung des Prüfergebnisses bei PDF-Signaturen: Mit dem neuen PDF-Signaturformat PAdES gibt es kein Manifest („M“) mehr. Das Manifest gab es bei den bisherigen PDF-Signaturen im Format PDF-AS. Bei der Darstellung des Prüfergebnisses erscheint dieses Feld bis zum bevorstehenden Release daher ausgegraut (siehe Screenshot). PDF-signierte Dokumente sind mit dem neuen PAdES-Signaturformat gültig.

    Mit Anfang November 2014 wird in den E-Government-Komponenten sukzessive mit der Umstellung auf das fortgeschrittene PDF-Signaturformat PAdES (PDF Advanced Electronic Signatures) begonnen. Dies betrifft in erster Linie PDF-Signatursoftware wie PDF-AS, PDF-Over, die Handy-Signatur, sowie die Bürgerkartenumgebungen MOCCA/Online-BKU und a.sign client.

    Die Umstellung auf das neue Signaturformat ist ein weiterer Schritt in Richtung Standardisierung, Interoperabilität und Nachhaltigkeit von (amts-)signierten Dokumenten und erleichtert wesentlich deren Prüfung wie beispielsweise bei einer Prüfung im Adobe Reader. Zudem ist Österreich auch bestens gerüstet für die in knapp zwei Jahren schlagend werdende EU-Verordnung über elektronische Vertrauensdienste (eIDAS Regulation).

Hilfe bei Problemen

  • Ich habe meine PIN-Codes für die Bürgerkarte auf der e-card vergessen
    Die PIN-Codes können nicht neu gesetzt werden, es besteht keine PUK o.ä. Nachdem die neuen, seit Oktober 2019 ausgegebenen e-cards nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden können, bleiben Ihnen als Alternativen die Handy-Signatur oder andere bürgerkartenfähige Chipkarten, etwa A-Trust Karten.
  • Fehlermeldung: Bürgerkarte ist gesperrt (Bei der e-card öfter eine falsche PIN eingegeben)
    Vorweg: Die Krankenschein-Funktion Ihrer e-card ist davon nicht betroffen und bleibt in jedem Fall weiterhin aufrecht.
    Wenn eine der beiden PINs 10 mal hintereinander falsch eingeben wurde, sperrt sich die Bürgerkarte auf der e-card selbst. (Ausnahme: Bei e-cards G2 darf die Signatur-PIN höchstens 3 mal falsch eingegeben werden.) Die e-card kann danach nicht mehr aktiviert werden. Es bleiben Ihnen als Alternativen die Handy-Signatur oder andere bürgerkartenfähige Chipkarten, etwa A-Trust Karten.
  • Ich habe eine neue e-card bekommen
      Die neuen, seit Oktober 2019 ausgegebenen e-cards können nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden, es bleiben Ihnen als Alternativen die Handy-Signatur oder andere bürgerkartenfähige Chipkarten, etwa A-Trust Karten.
  • Meine E-Mail-Adresse hat sich geändert
    Signierte E-Mails können Sie nur von jener E-Mail-Adresse aus verschicken, die in Ihrem Zertifikat eingetragen ist.
    Es ist nicht möglich, das bestehende Zertifikat nachträglich zu verändern und eine andere E-Mail-Adresse einzutragen. Wenn Sie das möchten, müssen Sie eine andere geeignete Karte aktivieren, z.B. eine A-Trust Karte (neue, ab Oktober 2019 ausgegebene e-cards können nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden).
  • Meine e-card ist gestohlen/verloren/beschädigt
    Bestellen Sie am besten eine neue e-card (in diesem Fall wird Ihre alte e-card automatisch widerrufen): Die neuen, seit Oktober 2019 ausgegebenen e-cards können allerdings nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden, es bleiben Ihnen als Alternativen die Handy-Signatur oder andere bürgerkartenfähige Chipkarten, etwa A-Trust Karten. .
  • Wie kann ich meine Bürgerkarte sperren bzw. widerrufen?
    Wenden Sie sich an den Widerrufsdienst der Firma A-Trust - rund um die Uhr:
    Telefon 01 715 20 60
    Zu unterscheiden ist zwischen Sperre und Widerruf:
    • Ein Widerruf (endgültige Deaktivierung der Bürgerkarte) ist nur dann möglich, wenn Sie Ihr Widerrufspasswort kennen. Wenn Sie die Bürgerkartenfunktion auf der e-card widerrufen, bleibt sie als Krankenschein weiterhin gültig; allerdings kann diese Karte danach nicht erneut als Bürgerkarte aktiviert werden (seit Oktober 2019 auch neue e-cards nicht mehr). Alternativ zum Anruf beim Widerrufsdienst können Sie auch ein Fax-Formular verwenden:
    • Eine Sperre ist für den Fall vorgesehen, dass Ihnen Ihre Karte vorübergehend abhandengekommen ist, aber möglicherweise wieder auftauchen wird. Durch eine Sperre wird die Bürgerkarte zwar sofort deaktiviert, Sie haben aber 10 Tage lang die Möglichkeit, die Sperre wieder aufzuheben. Die Sperre ist nur telefonisch unter der Telefonnummer 01 715 20 60 möglich. Nach Ablauf dieser Frist geht die Sperre automatisch in einen Widerruf über.
    Wenn Sie mehrere Karten mit Bürgerkartenfuktion haben, betrifft eine Sperre/Widerruf immer nur eine davon. Bei jeder Karte mit Bürgerkartenfunktion werden jedoch immer beide Zertifikate (das qualifizierte und das nicht-qualifizierte) gesperrt/widerrufen.
  • Fehlermeldung, dass die Seite http://127.0.0.1/... nicht angezeigt werden kann.
    Das liegt vermutlich daran, dass die Bürgerkarten-Software nicht gestartet bzw. nicht installiert ist. Versuchen Sie es mit Mocca.
  • Meine Adresse hat sich geändert
    Sie müssen nichts machen.
  • Mein Name hat sich geändert
    Am besten kontaktieren Sie Ihre Krankenkasse (Sozialversicherungsträger), um eine e-card mit Ihrem neuen Namen zu erhalten. In diesem Fall wird Ihre alte e-card automatisch widerrufen. Die neuen, seit Oktober 2019 ausgegebenen e-cards können allerdings nicht mehr als Bürgerkarte aktiviert werden, es bleiben Ihnen als Alternativen die Handy-Signatur oder andere bürgerkartenfähige Chipkarten, etwa A-Trust Karten.
  • Wie kann ich mein Widerrufspasswort ändern?
    Das ist leider nicht möglich.
  • Ich habe mein Widerrufspasswort vergessen
    Sie können Ihre Bürgerkarte auch sperren, wenn Sie das Widerrufspasswort nicht mehr wissen: Informationen zur Sperre/Widerruf.
  • Welche Ports muss ich in meiner Firewall freigeben?
    • TCP-Port 80 (für HTTP)
    • TCP-Port 443 (für HTTPS)
    • TCP-Port 389 (für LDAP)
    • TCP-Ports 3495 und 3496 (für lokale Bürgerkarten-Software auf 127.0.0.1)
  • Stammzertifikate werden als nicht vertrauenswürdig angezeigt
    Stellen Sie sicher, dass die aktuellen A-Trust-Stammzertifikate in Ihrem Client installiert sind. Die aktuellen Stammzertifikate können Sie von der Website der Firma A-Trust beziehen. Alle Stammzertifikate samt Fingerprints und näheren Informationen sind unter der Seite https://www.a-trust.at/Support/stammzertifikate.aspx abrufbar. Als unverbindliches Service von www.buergerkarte.at haben wir einige der wichtigsten Stammzertifikate auch hier zusammengefasst.